Militärischer Urlaub

Allgemeiner Urlaub ist die angeordnete, mehr als einen Tag dauernde Freizeit für den Grossteil der Absolventen eines Ausbildungsdienstes. In der Regel treten Sie am Samstagmorgen in den Wochenendurlaub ab und rücken am Sonntagabend wieder ein. Beachten Sie, dass Sie während des allgemeinen Urlaubs zu besonderen Aufgaben (beispielsweise Wachtdienst) kommandiert werden können.

Persönlicher Urlaub ist die vom zuständigen Kommandanten auf persönliches Gesuch hin gewährte Freizeit. Für persönlichen Urlaub brauchen Sie die Bewilligung Ihres Kommandanten. Es besteht kein Anrecht auf persönlichen Urlaub. Ein Urlaubsgesuch müssen Sie vordienstlich einreichen. In nicht einzuplanenden Notfällen (zum Beispiel bei einem Todesfall in der Familie) können Sie auch während des Dienstes um Urlaub nachsuchen. Zuständig ist Ihr Einheitskommandant.

Wenn Sie sich länger als 12 Monate ununterbrochen im Ausland aufhalten wollen, müssen Sie einen Auslandurlaub beantragen. Angehörige der Armee reichen ihr Gesuch so früh wie möglich an das Kreiskommando ein, das für den Wohnort zuständig ist. Dem Gesuch ist das Dienstbüchlein beizulegen.

Wenn Sie die Genehmigung für einen Auslandurlaub erhalten haben, sind Sie in Friedenszeiten von Ihren dienstlichen sowie ausserdienstlichen Pflichten befreit. Nur die Meldepflicht bleibt bestehen. Einzelheiten regelt das Merkblatt, das bei der Urlaubserteilung im Dienstbüchlein eingeklebt wird.

Wenn Sie sich weniger als 12 Monate im Ausland aufhalten, müssen Sie kein Gesuch um Auslandurlaub stellen. In diesem Fall sind Sie von Ihren militärischen, also auch ausserdienstlichen, Pflichten nicht befreit!

Dienstverschiebung / Verschiebungsgesuch

Vorgehen für die Eingabe eines Dienstverschiebungsgesuches

Bis wann ist ein Gesuch einzureichen:
Gesuche um Dienstverschiebung oder Dienstvorausleistung müssen von den Militärdienstpflichtigen im Regelfall spätestens 2 Monate vor Dienstbeginn eingereicht werden. Gesuche die zu spät eintreffen werden nur in absoluten Notfällen bewilligt.

Als Grundsatz gilt: Je früher, desto besser.
Gesuche, die zu spät eingereicht werden und von den zuständigen Verwaltungseinheiten nicht mehr behandeln werden können, werden dem direkt vorgesetzten Kommandanten zugestellt, unter dem der Gesuchsteller den Dienst zu leisten hat.
In einem solchen Fall hat der Militärdienstpflichtige gemäss Marschbefehl einzurücken. Der Kommandant ist nicht berechtigt, vordienstlich eine Dienstverschiebung zu bewilligen
Er prüft und entscheidet jedoch, ob
a) der volle Dienst zu leisten ist;
b) eine Teildienstleistung möglich ist;
c) ein persönlicher Urlaub genügt;
d) eine vorzeitige Entlassung zwingend ist.

An wen ist das Gesuch zu richten:
Soldaten, Unteroffiziere, höhere Unteroffiziere und Subaltern Offiziere an die zuständige Militärbehörde ihres Wohnortskantons.

Gesuch
Gesuche müssen ausserdem begründet und mit den nötigen Beweismitteln versehen werden:

  • Bestätigung (Arbeitgeber, Handelsregisterauszug usw.)

Der Marschbefehl sowie das Dienstbüchlein ist dem Gesuch um Dienstverschiebung nicht beizulegen. Die Pflicht zum Einrücken bleibt bestehen, solange die Dienstverschiebung nicht bewilligt ist.

Sie sind aus beruflichen Gründen verhindert oder besuchen eine Weiterbildung:
Damit eine Bewilligung Ihres Gesuches in Betracht gezogen werden kann, muss ein überwiegendes privates Interesse gemäss Art. 8-10 der Weisung über die Dienstverschiebung (WDVS) vorliegen. Der Arbeitgeber muss die Gründe ausführlich bestätigen. Selbständigerwerbende sollten nach Möglichkeit Ihr Gesuch vom Sektionschef des Wohnortes oder der Gemeindeverwaltung bestätigen lassen.
Bei einer berufsbegleitenden Weiterbildung ist insbesondere darauf zu achten, ob der Besuch der Lektionen nicht mit der Gewährung von persönlichem Urlaub abgedeckt werden kann (rechtzeitige Kontaktaufnahme und Absprache mit dem Einheitskommandanten).

Sie haben gesundheitliche Probleme:

  • Weniger als 14 Tage vor dem Einrückungstermin: Reisefähige Kranke haben einzurücken und sich bei der sanitarischen Eintrittsmusterung zu melden. Nicht reisefähige Kranke haben ihrem Kommandanten spätestens auf den Einrückungstag das Dienstbüchlein sowie ein ärztliches Zeugnis, das die Reiseunfähigkeit ausdrücklich bestätigt, in verschlossenem Umschlag zuzustellen bzw. die Zustellung elektronisch (Fax oder E-Mail) anzuzeigen.

Persönliches Material

Kontrollieren Sie vor dem Dienst Ihr persönliches Material und ersetzen Sie defektes beim Zeughaus.

Information

Informieren Sie sich! Lesen Sie die WK Unterlagen des Kp Kdt!